Radlerglück, Geschichte und Wellness in den Weinbergen

Wenn Urlauber sich heute ein Urlaubsziel aussuchen, sind sie oft auf der Suche nach einem Ort, an dem sie entspannt den Tag, eine schöne Landschaft und am besten auch einen guten Wein genießen können.

Kommen abwechslungsreiche Wanderungen oder Radtouren in der Natur dazu, ist die Mischung genau richtig, um sich rundum wohlzufühlen. Regionen wie das niederösterreichische Weinviertel scheinen wie gemacht zu sein für solch einen Urlaub. Nach einer Tour durch die sanft hügelige Landschaft weiß jeder Urlauber, dass das Weinviertel zu keinem anderen Zweck als dem Genuss geschaffen wurde.

Reizvolle Kellergassen

Da sind zum Beispiel die Kellergassen. Sie werden auch Dörfer ohne Rauchfang genannt, die fast wie ein vergessenes Spielzeug zwischen die Hügel der Weinberge gebettet sind. Hier keltern und lagern die Winzer ihren Wein. Über 1.000 Kellergassen mit ihren ebenerdig erbauten, weiß getünchten Preßhäusern verleihen der Region einen fast märchenhaften Reiz. Den entdeckt man am besten während einer Führung, zu denen zum Beispiel in den Kellergassen der Weinstadt Poysdorf von Ostern bis in den November jeweils am Dienstag und Samstag um 17 Uhr eingeladen wird. Die Kellergassenführer erinnern an die Hiata, die früheren Weingartenhüter. Keine Frage, dass sie die Neugierigen oft in ihrer traditionellen Kleidung begrüßen.

Die schönsten Plätze sind die Heurigen

In Österreich dürfen die Winzer seit 1784 ihren Wein im eigenen Haus ausschenken, ohne dass sie dafür eine Lizenz vorweisen müssen. Vielleicht sind deshalb die Heurigen so beliebt im Weinviertel. Vermutlich aber eher wegen des jungen Weins, der wie die Wirtschaften, in denen er ausgeschenkt wird, Heuriger heißt. Heurig, das bedeutet diesjährig. Und so ist es der junge Wein, der hier den Gaumen verwöhnt.

Entspannt durch eine sanfte Landschaft

Will man das Land möglichst genau kennenlernen, empfiehlt sich eine ausgiebige Radtour. Radwege mit einer Gesamtlänge von 1.600 Kilometern warten auf Entdecker. Wer ohne Rad anreist, der kann sich an einer der vielen Verleihstellen einen Drahtesel ausleihen. Und wer wirklich mal eine Panne haben sollte, dem helfen die über das Land verstreuten Radreparaturstellen. Für alle anspruchsvollen Reisenden, die von Ort zu Ort radeln und unterwegs übernachten möchten, ist der etwa 420 Kilometer lange Kamp-Thaya-March-Radweg eine traumhafte Route.

Die Weinradwege sind jeweils 35 bis 75 Kilometer lang. Die 73 Kilometer der Veltliner-Tagestour können sportliche Hobbyradler auch auf zwei leichte Tagestouren verteilen. Von der Braustadt Laa geht es zum Galgenberg von Wildendürnbach. Dort ist der Blick über die Laaer Ebene wunderschön. Schon von weitem ist die malerische Burgruine von Falkenstein zu sehen. Über Poysdorf radelt es sich wunderbar durch Weingärten hindurch zurück zum Ausgangspunkt. In Laa krönt dann ein Wohlfühltag in den Wasser- und Saunawelten der Therme Laa die erlebnisreichen Tage.




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