Wer aktiv ist, verletzt sich auch mal
Auch kleinere Verletzungen sollten rasch versorgt werden.
Kleine Verletzungen richtig behandeln
Wandern, Klettern, Radtouren, Jogging, Skating und Biking: Outdooraktivitäten haben in der warmen Jahreszeit Hochsaison. Meist ist die Bewegung an der frischen Luft mit viel Spaß verbunden, doch es gibt auch Schattenseiten, denn gegen Verletzungen ist niemand gefeit. Die meisten Blessuren sind selbst verschuldet – etwa wegen mangelndem Aufwärmen, ungenügender Ausrüstung oder weil das eigene Können überschätzt wurde. Egal ob Prellung, Zerrung oder Verstauchung: Für alle Verletzungsarten gilt der Behandlungsablauf nach dem sogenannten PECH-Schema – Pause, Eiskühlung, Compression und Hochlagerung.
Kratzer, Abschürfungen und Blasen
Häufig wird beim Stürzen und anschließenden Rutschen über Schotter oder Asphalt auch die Haut in Mitleidenschaft gezogen. Es entstehen schmerzhafte, teils großflächige Wunden, die meistens mit Straßenstaub oder Erde verschmutzt sind. Zunächst sollte eine oberflächliche Schürfverletzung mit sauberem Wasser – etwa aus der mitgeführten Trinkflasche – gereinigt werden. Kleinere Riss- oder Schnittwunden reinigen sich durch das austretende Blut selbst. Banal, aber sehr unangenehm sind wund geriebene Hautstellen oder Blasen. Zu enges oder schlecht sitzendes Schuhwerk und rutschende, faltenbildende Socken sind die häufigsten Ursachen. Bricht die Blase auf, besteht Infektionsgefahr.
Bakterien abtöten
Selbst banal aussehende Wunden können sich durch den Eintritt von Bakterien entzünden. Daher ist es ratsam, den Wundbereich vor dem Verbinden zu desinfizieren. Präparate mit dem Inhaltsstoff Polyhexanid, beispielsweise enthalten in pharmaCUR (Apotheke), haben sich seit langem in Kliniken bewährt und sind auch für den Hausgebrauch erhältlich. Das handliche Wundspray lässt sich leicht auftragen, brennt nicht und ist auch für Allergiker gut verträglich. Zusätzlich unterstützt es die Regeneration der Haut und beschleunigt damit die Wundheilung. Lässt sich die Blutung trotz Verband nicht stoppen oder liegt die letzte Tetanusimpfung länger als neun Jahre zurück, sollte umgehend ein Arzt zurate gezogen werden.